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  Geschichte Simson Vogelserie
 

Simson Vogelserie

Als Vogelserie bezeichnete man in der DDR die im früheren Thüringer VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Simson Suhl hergestellten Kleinkrafträder der Baujahre 1964 bis 1975 (Schwalbe bis 1986). Diese trugen neben ihrer offiziellen Typbezeichnung allesamt noch Vogelnamen.
Die Fahrzeuge der Vogelserie tragen, mit Ausnahme der Schwalbe, die Typbezeichnung SR 4-(Zahl). Diese Bezeichnung ist modellhistorisch bedingt, da die voran gegangenen Baureihen mit SR1, SR2, SR3 (lediglich Studie, nicht in Serie produziert) bezeichnet waren. Bei den SR-4 Modellen war der "Vogelname" zusammen mit dem Simson-Logo beidseitig, groß auf der Tankplakette aufgedruckt, bei der Schwalbe als Schriftzug aus Aluminium auf dem Knieblech angenietet.

Zur Simson-Vogelserie gehörten folgende Fahrzeuge:



  • der „Star“ (SR 4-2, SR 4-2/1), Baujahr 1964–1975



Alle Fahrzeuge waren mit einem 50-cm³-Zweitaktmotor ausgestattet und waren, mit Ausnahme des Sperbers, allesamt ein Kleinkraftrad. Der Sperber war aufgrund seiner Höchstgeschwindigkeit von etwa 75 km/h bereits ein Leichtkraftrad. Die Schwalbe (60 km/h) war ein Kleinroller, der Star (60 km/h), der Habicht (60 km/h) und der Spatz (50 km/h) waren Mokicks. Letzterer wurde von 1964 bis 1966 aber auch noch als Moped mit Pedalen und Tretkurbel produziert. Die Fahrzeuge waren in einem Baukastensystem konzipiert, bei dem viele Bauteile, Baugruppen und Ersatzteile standardisiert waren und oft bei sämtlichen Modellen der „Vogelserie“ gleichermaßen zum Einsatz kamen. So unterscheiden sich die Fahrzeuge der SR4-Baureihe in ihrem Grundaufbau und ihrer Optik nur minimal. Die Elektrik ist bei allen Modellen die gleiche (außer „Spatz“), die Laufräder, Bremsen, Scheinwerfer, Motorengehäuse und Rahmen (außer „Schwalbe“) sind weitgehend gleich und entsprechend austauschbar. Die Fahrzeuge wurden auch in viele Länder (überwiegend sozialistische und Entwicklungsländer) exportiert.

 
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